Angst vor Online-Spielsucht oft unbegründet

Eltern finden Wege durch den Mediendschungel


Logos einiger "sozialer Netzwerke"

 

„Farmville“, „Cityville“ und „Happy Aquarium“ sind zurzeit die größten virtuellen Magneten. Sie ziehen weltweit Millionen von Spielern in den Bann. Diese so genannten Social Games werden in den sozialen Netzwerken wie facebook oder schülerVZ und studiVZ  angeboten. 

In aller Regel sind die Spiele kostenlos. Gebühren entstehen allerdings, wenn sich die Spieler zusätzliche Wünsche erfüllen bzw. sich Vorteile verschaffen wollen, zum Beispiel ein „schönes Auto fahren“ oder „besondere Blumen anpflanzen“ möchten. 

Spiele wie diese kosten nicht nur Nerven, sondern auch viel Zeit. Die Spieler sitzen nicht selten stundenlang vor dem Rechner, damit sie auch ja alle Errungenschaften in der virtuellen Welt bestens pflegen können. 

Eltern und Erziehende haben dagegen kaum Einblicke in die Spielekultur. Nur zu mahnen ist wenig hilfreich und glaubwürdig.  Dennoch sollten Spieler und Eltern die Zeit, die im Internet verbracht wird, im Blick behalten. Allerdings befürchten die Eltern viel zu oft und schnell „Internetsucht“ oder „Computersucht“  

Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, sagt dazu: „Ein Computerspiel, das grundsätzlich abhängig macht, gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr, wie zeitliche Anforderungen eines Spiels mit den Zeitstrukturen des eigenen Alltags in Einklang gebracht werden können.“ 

Hasebrink hat  im Auftrag der Landesanstalt für Medien (LfM) das Forschungsprojekt „Kompetenzerwerb, exzessive Nutzung und Abhängigkeit. Chancen und problematische Aspekte von Computerspielen aus medienpädagogischer Perspektive“ veröffentlicht.  Demnach verbringen Personen ab 14 Jahren durchschnittlich etwa 6,25 Stunden pro Woche mit Computerspielen. 17 Prozent von ihnen lassen sich als “extensive Spieler” bezeichnen, die im Durchschnitt mehr als 90 Minuten pro Tag mit Computerspielen verbringen. Unter ihnen sind Männer sowie Jugendliche und junge Erwachsene (14 bis 29 Jahre) überproportional vertreten. 

Empfehlenswert ist es, wie bei allen anderen Computerspielen, gemeinsam die Spiele zu entdecken und mit Kindern und Jugendlichen darüber zu sprechen. Was genau macht Spaß an diesem Spiel und wie viel Zeit wird hierfür investiert? Werden die Alltagspflichten wie beispielsweise die Hausaufgaben erledigt? Hat der Spieler auch Kontakte in der realen Welt oder fokussiert er sich vielmehr auf die Ereignisse im Internet? 

„Wege durch den Mediendschungel“  – für Eltern, die es wissen wollen! 

Fühlen Sie sich unsicher bei der Nutzung bestimmter Medien durch Ihre Kinder? Der Deutsche Kinderschutzbund in NRW bietet Eltern und Erziehenden in den Kursen „Wege durch den Mediendschungel-Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten“ Unterstützung und Hilfestellungen rund um Medienkompetenz. 

Der nächste Kurs findet am Samstag, den 14. Mai von 10:00 – 18:00 in Hilden statt. Die Teilnahme ist kostenlos (evt. 4 € für Snacks und Getränke). Anmeldungen nimmt der DKSB Ortsverband Hilden unter der Rufnummer 02103/ 54853 entgegen. Zur Homepage des DKSB Ortsverband Hilden geht es hier: http://www.kinderschutzbund-hilden.de/unsere-angebote.html 

Wenn Sie mehr zum “Mediendschungel” und anderen Terminen wissen wollen, kontaktieren Sie den Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. 

Hier erfahren Sie mehr über die LfM: http://www.lfm-nrw.de/

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1 Kommentar

  1. Laura sagt:

    Eine Frage, ich bin durch Zufall auf die Seite gestoßen, findet der Kurs eventuell nochmal statt?

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