Archiv zum Thema "Gesundheit"

In Essen wurde Gesundheitsmaterial für Grundschulen vorgestellt

Wenn Kindern Giraffenhälse wachsen


Prof. Dr. Dietrich GrönemeyerMit großen Augen und viel Getöse stürmten die Erst- und Zweitklässler der Karlschule in Essen-Altenessen in die Turnhalle, als sie den riesigen roten Elefanten erblickten.

Er war eines der Highlights, das die Kinder an diesem Tag erleben sollten. Unter dem Motto „Heute gehen wir in den Zoo“ nahmen sie an einer Gesundheitsstunde teil, in der sie drei verschiedene Stationen aus Bewegung und Entspannung durchlaufen konnten. Begleitet wurden die 25 Mädchen und Jungen dabei von Prof. Dieterich Grönemeyer, ihrer Lehrer/in und und mir. Während das Affenhaus zum Turnen einlud, konnten die Kinder im Elefantenhaus durch Ohrenmassage ihren Nacken entspannen und im Aussichtpunkt durch An- und Entspannung ihrer Muskulatur Grimassen schneiden und Giraffenhälse wachsen lassen. Weiterlesen »

 

Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht Studie zum Mittagessen in den Kitas

Unausgewogen und zu viel Fleisch


Works-Fotostudio-IT-Bereich/pixelio.de

Works-Fotostudio-IT-Bereich/pixelio.de

Selten habe ich mich von den Radio-Nachrichten so bestätigt gefühlt wie heute Morgen. Der Kern der Meldung: Die Bertelsmann-Stiftung stellt dem Essen in Kindertagesstätten ein schlechtes Zeugnis aus. In fast der Hälfte der Kitas komme zu häufig Fleisch auf den Tisch; nur rund 10 Prozent der Kitas biete Obst in der empfohlenen Menge an. Ich kenne solche Gespräche über Bockwürstchen, Bolognesesoße und Hackbraten aus der Kita meines Sohnes nur zu gut. Die Leiterin meint, Fleisch gehöre zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Außerdem gebe es kaum andere Gerichte des Vertragscaterers, die ein Großteil der Kinder gerne isst. Das sehe ich ganz anders. Ein gutes vegetarisches Essen ohne Fleisch kann nicht wesentlich teurer sein als eines mit Fleisch. Ich finde, wir brauchen ganz klare Qualitätsstandards beim Kita-Essen. Das sieht auch Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, so. Er fordert bundesweit einheitliche Standards für das Essen, was da jeden Tag auf den Kita-Tisch kommt.Und Sie? Was denken Sie über das Mittagessen in den Kitas?

Die detaillierten Ergebnisse der Bertelsmann-Studie finden Sie hier

 

 

Kinder aus unserem Projekt "Klein ganz groß - Gesundheit macht stark" entdecken eine Apotheke

Gesundheitsforscher unterwegs


DKSB / Birgit Knauer

© DKSB/Birgit Knauer

Apotheken sind neben der Arztpraxis in aller Regel die ersten Anlaufstationen, die wir aufsuchen, sobald ein Infekt im Anmarsch ist. Wir hoffen auf kompetente Beratung und wirkungsvolle Medizin. Aber machen wir uns überhaupt ein Bild davon, wem wir unsere Genesung dort anvertrauen?
Die Vorschulkinder der DKSB Kita Blumenwiese haben  mal hinter die Kulissen der Sonnenapotheke in Essen-Karnap geschaut. Mit viel Geduld und Ruhe wurden die Kinder, die derzeit an unserem Kindergesundheitsprojekt „Klein ganz Groß! Gesundheit macht stark.“ teilnehmen, von zwei Apothekenmitarbeiterinnen in den Räumlichkeiten herumgeführt. Sehr aufregend fanden die Kleinen die vielen Apparaturen, mit denen Apotheker tagtäglich hantieren und Medizin anrühren. Besonders angetan hat es ihnen die Schutzbrille, die wirklich auf „jede“ Nase passt.

Apropos Nase: zu riechen war auch was dabei. Verschiedenste Varianten aus der Welt des Tees standen zum Anfassen bereit. Kennen viele Kinder Tee heute doch meist aus dem Teebeutel, den man ohne ihn wirklich wahrzunehmen ins Wasser taucht, durften sie ihn hier in all seinen Facetten erleben. Von Hibiskusblüten und getrockneten Apfelstücken, über Hagebuttenschalen bis hin zu Erdbeerblättern durfte alles getestet werden. Es wurde gerochen, gefühlt und gestaunt. Teils sind sie geeignet zur Appetitanregung, andere werden gegen Husten eingesetzt oder tun gut bei Erkältungen oder Bauchschmerzen. Allen gemein ist auf jeden Fall eine hohe Portion an Vitamin C. Irgendwie stand aber auch was dazwischen, dass zwar wie Tee aussieht, aber ganz und gar nicht danach riecht. Den Duft kannten einige der Kinder, aber…. Na klar: riecht nach Maggi. Liebstöckel heißt das Kraut, aus dem die Flüssigkeit in der braunen Flasche hergestellt wird. Sehr beeindruckend! Weiterlesen »

 

Vom Schreibtisch in die Kita: eine DKSB Fachberaterin erzählt

1, 2, 3 – gesund!


Birgit Knauer/DKSB

Birgit Knauer/DKSB

Wie Kindergesundheit aus Kinderaugen gesehen wird und wie begeistert sie sich mit den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung beschäftigen, durfte ich neulich bei einem Elternnachmittag erleben. Dazu hatte mich die DKSB Kita Blumenwiese in Essen-Karnap eingeladen. Als eine von zehn nordrhein-westfälischen Kitas nimmt sie zurzeit an unserem neuen Kindergesundheitsprojekt „Klein ganz Groß! Gesundheit macht stark!“ teil. Gefördert wird das aufs Neue durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Vorschulkinder entdecken und erforschen  in „Klein ganz Groß!“ Gesundheitsthemen nach ihrem Belieben und ihren Wünschen. Natürlich unter Begleitung ihrer Erzieherinnen, die sie als ihre Beraterinnen mit ins Boot holen können. Was genau die Kinder der einzelnen Kitas erarbeiten, verfolgen wir im Verlaufe des Projekts mit Spannung. Weiterlesen »

 

LBS-Kinderbarometer: Bereits Kinder denken an Schönheitsoperationen

Ich bin hübsch – oder doch nicht?


© Martin Büdenbender/pixelio.de

Stars wie Rihanna und Justin Bieber sind ihre Vorbilder – und genau wie sie würden viele Kinder und Jugendliche auch gerne aussehen. Immerhin 14 Prozent der 9- bis 14-Jährigen haben sogar schon mal über eine Schönheitsoperation nachgedacht. Das ist ein Ergebnis des LBS-Kinderbarometers, das heute veröffentlicht wurde.  Zwei Prozent der befragten 10.000 Kinder denken oft oder sogar sehr oft daran, ihr Aussehen verändern zu lassen.
Am häufigsten würden sich die Kinder und Jugendlichen Fett absaugen lassen (52%), danach folgen die Behandlung von Hautunreinheiten (31 %) und die Operation der Nase (23 %).
Das erinnert mich doch sehr an Sendungen wie „Germany´s next top model“, wo die Teilnehmerinnen immer makellos aussehen. Sie sind immer frisch geschminkt und frisiert und haben kein Gramm Fett zu viel. Dieses Bild bleibt dem jungen Publikum natürlich im Kopf. Weiterlesen »

 

Heftige Diskussion über systematisches Doping in Deutschland

Weniger Leistungdruck – mehr Leben


© Dr. Stephan Barth/pixelio.de

In diesen Tagen wird darüber heftig diskutiert, im Fitness-Studio und auf dem Spielplatz: Die Studie über systematisches Doping in Deutschland regt die Menschen verständlicherweise auf. Seit Beginn der 1970-er Jahre sollen Sportlerinnen und Sportlern leistungssteigernde Mittel verabreicht worden sein – mit Wissen der Politik. Auch Minderjährige seien davon nicht ausgenommen gewesen, heißt es in der Studie der Humboldt-Universität Berlin. Natürlich müssen jetzt die Vergangenheit und Gegenwart des Leistungssports auf den Prüfstand. Das Thema zieht aber noch viel weitere Kreise. Höher, schneller, weiter: Das galt und gilt aber nicht nur für die Welt des Sports. Auch unser Alltag ist längst mit dem fragwürdigen Grundsatz „Immer mehr Leistung“ infiziert. Das gilt für das Berufs- und Privatleben der Erwachsenen, aber auch für die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen haben kaum mehr Zeit, um zu spielen und sich mit Freunden zu verabreden.

Das Abitur nach der Klasse 12 lässt unverplante Freizeit fast nicht mehr zu – und das kann nicht gut sein. Möglichst viel in kurzer Zeit zu lernen, das ist nicht das richtige Rezept für eine entspannte Kindheit. Kinder und Jugendliche brauchen in ihreren Tages- und Wochenplanungen nicht einen Kurs nach dem nächsten, sondern sie brauchen Freiräume – um sich auszuprobieren, ungewohnte Erfahrungen zu machen und mögliche Langeweile kreativ zu nutzen. Und wir als Gesellschaft brauchen eine neue Diskussion über Leistungsdruck, die weit über die Doping-Studie hinausgeht.

 

Die Ergebnisse der Elefanten-Kindergesundheitsstudie wurden in Berlin vorgestellt

Kinder reden mit – und berichten fürs Radio


© Holger Talinski

Wir sollten nicht so viel über, sondern mehr mit Kindern reden. Das ist mir gestern in Berlin noch mal klar geworden. Da wurden auf einer großen Pressekonferenz die Ergebnisse der Elefanten-Kindergesundheitsstudie vorgestellt. Der Deutsche Kinderschutzbund war dabei Kooperationspartner. Rund 5000 Kinder zwischen sieben und neun Jahren wurden vom PROSOZ-Institut Herten – PROKIDS zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Stress befragt.

Die Ergebnisse sind ermutigend und alarmierend zugleich. Was mich erschreckt hat: Mehr als ein Drittel der Zweit- und Drittklässler fühlt sich durch die Schule gestresst. Daran muss sich etwas ändern. Wir müssen dringend den Stress aus dem Unterricht herausholen und den Kindern ermöglichen, länger gemeinsam zu lernen. Was mich beruhigt ist, dass die Sieben- bis Neunjährigen sehr offen sind, was ihre Gesundheit angeht. Sie sind neugierig auf das Thema. Und sie reden gerne über sich. Das hat die Studie auch gezeigt. Kinder sind ihre eigenen Fachleute. Sie haben fundierte, klare Meinungen über sich und ihre Leben. Solche Informationen sind wertvoll. Sie teilen uns Erwachsenen mit, in welchen Bereichen es gut läuft und was sich ändern muss. Eigentlich müssten Jungen und Mädchen viel häufiger nach ihrer Meinung gefragt werden – in der Stadtplanung zum Beispiel, im Schulalltag oder der Umweltpolitik. Kinder haben nach der UN-Kinderrechtskonvention das Recht, in allen sie betreffenden Angelegenheiten gefragt und beteiligt zu werden. In vielen Bereichen ist das noch Zukunftsmusik. Bei der Elefanten-Kindergesundheitsstudie nicht – deshalb sind wir so gerne mit dabei.

Nach der Pressekonferenz für die Erwachsenen haben wir die Studie noch Kinder-Reportern der Sendung „Kakadu“ in Deutschlandradio Kultur  vorgestellt. Super, wenn Kinder nicht nur gefragt werden – wie in der Studie – sondern selbst fragen und berichten.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

 

Video-Spots des DKSB Landesverbandes Saarland unterhalten und informieren

Erziehungs-Tipps per Mausklick


Kevin hat Stress. Nachhilfe, Gitarrenunterricht, Üben für die Mathearbeit. Seine Mutter drängelt und macht Druck. Dabei will Kevin eigentlich nur eins: mit den anderen Kindern aus der Nachbarschaft Fußball spielen. „Fördern Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht“, heißt es am Ende dieses knapp zweiminütigen Videos. „Fördern mit Maß“ ist einer von bislang sieben Erziehungs-Spots, die der DKSB-Landesverband Saarland e.V. mit verschiedenen Kooperationspartnern für das Internet produziert hat. Mal originell, mal witzig, aber immer eindringlich geht es um alltägliche Erziehungsfragen – etwa um Unordnung im Kinderzimmer, Ärger wegen des Zähneputzens, Meckern über das Essen oder Elternstreit vor den Kindern. Weiterlesen »

 

Die Ergebnisse der Elefanten-Gesundheitsstudie liegen vor

Kinder wissen viel – und wollen noch mehr


Gesund sein und gesund bleiben – das ist schon jüngsten Kindern sehr wichtig. Bereits Sieben- bis Neunjährige haben genau Vorstellungen über ihre eigene Gesundheit. Und sie sind bereit, selbst etwas dafür zu tun – sich gesund zu ernähren und zu bewegen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Elefanten-Kindergesundheitsstudie in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund. Für die größte und bundesweit einzige repräsentative Studie dieser Art wurden bundesweit fast 5000 Kinder zwischen sieben und neun Jahren befragt. Weiterlesen »

 

„GUT DRAUF-Mobil“ fährt nach drei Jahren durchs Ziel

Was macht Grundschüler gesünder?


Gesprächsrund mit Eltern Was ist Gesundheit? Gesundheit ist – finden Kinder – genug zu schlafen, Sport zu treiben, mit Freunden Spaß haben und Apfelkuchen zu genießen. Das sind nur einige Aussagen, mit denen – per Videobotschaft – die Abschlussveranstaltung des Gesundheitsprojektes „GUT DRAUF-Mobil“ startete.

Drei Jahre lang – von 2008 bis 2011 – war das „GUT DRAUF-Mobil“ der RUHRWERKSTATT Oberhausen an fünf ausgewählten Oberhausener Grundschulen unterwegs. Mit dabei hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Materialien und Ideen, wie die Gesundheit der Kinder in der Grundschule besser gefördert werden kann. Sie haben mit den Kindern etwa Bewegungskicks im Unterricht ausprobiert, Pausenspiele und Entspannungsübungen getestet sowie den „Ernährungs-Führerschein“ angeboten. Außerdem gab es Elterncafés und Aktionen zum gesunden Frühstück.

Der Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. hat das Projekt wissenschaftlich begleitet und geprüft, wie sich die Angebote auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler auswirkt. Die „Gesundheits-Ideen“, die Kinder, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Fachkräfte im Offenen Ganztag für gut befunden haben, wurden an weiteren Grundschulen vorgestellt. Außerdem sind im Projekt, das von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert und von der Stadt Oberhausen unterstützt wurde, zwei Broschüren entstanden. Es gibt ein Gesundheitsheft für Eltern und eine Materialiensammlung für Fachkräfte an Grundschulen. (Interessenten für die Broschüren wenden sich an Stefan Melulis von der RUHRWERKSTATT unter 0208 857 56 22.)