Eindrücke vom gestrigen Werkstattgespräch zur Väterarbeit in der Weststadthalle in Essen

Väter sind wichtiger als sie denken


(c) D. Dörfel/pixelio.de

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Doch viele Väter wissen nicht, welche Bedeutung sie für ihre Kinder haben – gerade dann, wenn sie selbständiger werden.

Was sagt die Forschung dazu?
Gestern brachten uns in einem Werkstattgespräch zur Väterarbeit in der Weststadthalle in Essen die Vorträge von Dr. Andreas Eichhorn vom Deutschen Jugendinstitut und Prof. Peter Zimmermann von der Universität Wuppertal auf den neuesten Stand der Väterforschung.

Neuere Erkenntnisse belegen: Der Einsatz von Vätern bei Versorgung, Spiel und Erziehung von kleinen Kindern hat positive Folgen. Die meisten davon zeigen sich aber erst zeitverzögert.

Was bedeutet das?
Väter stehen in der westeuropäischen Kultur und deren Rollenverständnis von Vaterschaft häufig für das Thema Mobilwerden und Eigenständigkeit. Sie sorgen im Umgang mit ihren Kindern verstärkt dafür, das belegen verschiedene Studien.

In der Phase der Pubertät, bei der es um die Verselbständigung der Kinder und deren Unabhängigkeit geht, zeigt sich, ob sich ein Vater bei seinen kleinen Kindern engagiert hat. Die Kinder dieser Väter erlebten z. B. im aufgabenorientierten Spiel Sicherheit und Erfolge, die sie auf die Loslösung aus der Familie vorbereiteten. Die Kinder sind meistens selbständiger und gehen mutiger auf die Anforderungen zu, die eine große Eigenständigkeit erfordern.

Also liebe Väter, denkt daran: Ihr seid anders als Mütter, aber ihr seid sehr wichtig für die Entwicklung eurer Kinder.

Wie empfinden Sie Ihre Rolle als Vater? Fühlen Sie sich zufrieden? Oder überfordert mit den Anforderungen im Beruf und der Familie? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

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