Beiträge mit dem Tag "Hartz IV"

Kleiner "großer" Film einer Nachwuchs- Regisseurin

Armut kennt viele Geschichten


Eine Lehrerin tritt vor eine Grundschulklasse und fragt: „Was war denn euer schönster Tag in der letzten Woche?“ Viele Kinder melden sich, doch die Lehrerin ruft den kleinen Max auf, der gedankenverloren in sein Heft malt. „Wir haben einen schönen Ausflug gemacht mit der ganzen Familie“, beginnt er schüchtern und erzählt von märchenhaften Erlebnissen…

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"Leben im Teufelskreis" in Hattingen

Kinderarmut macht Maria von Welser wütend


Foto: Jürgen Kura, DKSB NRW

„Deutschland ist ein kinderfeindliches Land. Kinderarmut ist eine Schande! Ich schäme mich für unser reiches Land“, sagt Maria von Welser empört. Sie ist am 09. November 2010 in die Stadtbibliothek Hattingen gekommen, um aus ihrem Buch „Leben im Teufelskreis. Kinderarmut in Deutschland – und keiner sieht hin“ zu lesen. Ein Jahr lang hat die engagierte Journalistin (früher „Mona Lisa“,  ZDF) und stellvertende Vorsitzende von Unicef Deutschland drei Kinder aus sozial belasteten Familien begleitet. Sie trägt emotionale Porträts von “Vanessa”. “Melanie” und “Kevin” vor. Arme Kinder aus einer nicht genannten “großen deutschen Stadt”.

Das Publikum ist erschüttert zu hören, welche Nöte und Sorgen die Kinder plagen: Weiterlesen »

 

Regierungsplan stigmatisiert Familien mit Hartz-IV-Bezug

Arme Kinder mit Chipkarte


Das am 1. September vom Bundeskabinett verabschiedete sogenannte Sparpaket macht arme Eltern von armen Kindern noch ärmer. Wer kein ausreichendes Erwerbseinkommen hat, bekommt seit eh und je kein Kindergeld. Nun soll für diese Familien auch noch das Basiselterngeld entfallen. Sollte das so realisiert werden, bleibt für die Kinder nur noch der Regelsatz nach SGB II („Hartz IV“) übrig. Dieser Regelsatz  ist laut Bundesverfassungsgericht eine „freihändige Setzung ohne empirische und methodische Fundierung“, da sie nicht in der Lage sei, dem konkretem kinderspezifischem Bedarf gerecht zu werden. Bis zum Jahresende 2010 soll deshalb die Bundesregierung eine neue Regelsatzstruktur entwickeln, die „alle existenznotwendigen Aufwendungen folgerichtig in einem transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf, also realitätsgerecht“, bemisst.

Das Jahr neigt sich nun seinem Ende zu und alle warten gespannt auf das Ergebnis des Verfassungsgerichtsauftrags. Da wird die staunende Öffentlichkeit überrascht mit dem Regierungsplan, den spezifischen Regelbedarf für Kinder mit einem “Chipkartenverfahren” zu befriedigen. Weiterlesen »

 

Familien unter Sparzwang

Gefahr für die Zukunft der Kinder


Die Sparvorhaben der Bundesregierung stärken nicht die “Grundpfeiler unserer Zukunft”, wie die Regierung beschönigend verkündet, sondern schwächen unsere Zukunft. Die wachsende Kinderarmut (mehr als 2, 5 Millionen) in Deutschland scheint die Regierung offensichtlich nicht abzuschrecken.

Warum sollen ausgerechnet Eltern und Arbeitslose dafür bestraft werden, wenn Finanzjongleure Milliarden verspielen? Diese Attacke wird nicht nur dazu führen, dass noch weniger Kinder geboren werden, sondern dass es vielen der lebenden noch schlechter geht. Schon jetzt mangelt es Kindern, die vom Sozialgeld leben, an der sozialen Teilhabe.

Wenn es so weiter geht, dann setzen wir die Zukunft aufs Spiel. Daher wendet sich der Deutsche Kinderschutzbund NRW entschieden gegen die geplante Rotstift-Politik und ist bereit mit anderen Verbänden und Organisationen gemeinsame Proteste gegen die Sparpläne zu starten.

Hier die Pressemeldung zum Download: Gefahr für die Zukunft der Kinder

 

Aufruf

Kampagne gegen Kinderarmut zum Weltkindertag 2010 – Mitmachen!!!


Die Kinderarmut in Deutschland ist ein Skandal, mit dem sich der Deutsche Kinderschutzbund nicht abfinden will.  Daher startet er  am diesjährigen Weltkindertag die bundesweite  Aktion “KINDERARMUT. Gemeinsam Barrieren überwinden.” Am 20. September 2010 wollen Orts,- Kreis- und Landesverbände sowie der Bundesverband  gegen soziale Ausgrenzung und Kinderarmut protestieren. Geplant ist, mit Absperrbändern mit dem auffälligen Logoschriftzug „Armutsschere“ auf Orte und Bereiche aufmerksam zu machen, von denen arme Kinder ausgeschlossen sind. Welche Orte und Bereiche sich für eine solche Aktion eignen und welche nicht, muss am besten gemeinsam mit Kooperationspartnern im örtlichen Kontext geprüft werden.

Desweiteren – so der Plan – soll mit einer Postkartenaktion Bundeskanzlerin Merkel zum Handeln aufgerufen werden. Plakate und Anzeigen werden auf das Thema Kinderarmut hinweisen. Es gibt ein Aktionshandbuch, das im Extranet des BV heruntergeladen werden kann. Die Materialien können beim Bundesverband bestellt werden. Alle Orts- und Kreisverbände sind zum Mitmachen aufgerufen. Und alle Bürger, die sich gegen Kinderarmut enagieren wollen!