Beiträge mit dem Tag "KiBiz"

Die geplante KiBiz-Revision sorgt in den Einrichtungen für Unmut:

Veränderungen ja, Verbesserungen nein


Helene Souza/pixelio.de

© Helene Souza/pixelio.de

KiBiz klingt irgendwie fröhlich. Das Wort erinnert mich an Vogelgesang im Frühling. Viele Erzieherinnen können das wahrscheinlich nicht nachvollziehen. Für sie ist das KiBiz, das Kinderbildungsgesetz, ein reines Ärgernis – und auch die anstehende Revision. Heute steht der Referentenentwurf für die nächste Stufe der KiBiz-Revision auf der Tagesordnung des Landeskabinetts. Die Qualitäts-Standards in den Kindertageseinrichtungen sollen verbessert werden, hieß es. Insgesamt will das Land 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon sollen unter anderem Hauswirtschaftskräfte eingestellt werden, die die Erzieherinnen und Erzieher beim Kochen und Putzen entlasten sollen.

Wie die Veränderungen im Kita-Alltag aussehen sollen, will Familienministerin Ute Schäfer gemeinsam mit Andrea Asch (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Jörg (SPD) erläutern – und mit Betroffenen diskutieren. Ich bin schon sehr gespannt, wie diese Debatte verlaufen wird. Ich denke, dass heute Nachmittag die Fetzen fliegen werden. Die Stimmung in der Kita meiner Kinder lässt jedenfalls darauf schließen. Seit Tagen steht dort im Eingangsbereich ein Plakat in Neonfarbe. Auf dem sind die Forderungen eines örtlichen Kita-Verbandes abgedruckt. Eine wesentliche Kritik: Die pädagogischen Fachkräfte müssen sich um zu viele Kinder kümmern. Eine qualitativ hochwertige Förderung sei bei diesem Personalschlüssel nicht möglich. Außerdem seinen Kindertagesstätten und Familienzentren auch nach der geplanten Revision nicht ausreichend finanziell versorgt. Bei der Veranstaltung heute treffen politische Pläne und pädagogischer Alltag aufeinander. Ich bin neugierig, wie das ausgeht.

Und Sie? Was halten Sie von den Plänen der Landesregierung? Wir sind gespannt auf Ihre Meinungen!

 

KiBiz und die Bildungsreform

Kinderfreundlichkeit geht anders!


Die Perspektive der Kinder hat bei den jetzt erfolgten Entscheidungen zur Revision des Kinderbildungsgesetzes und zur Reform des Bildungswesens offenbar kaum eine Rolle gespielt. Vielmehr ging es um Geld und um Parteiengerangel. Die Kinder wurden dabei offenbar aus dem Blick verloren. Weiterlesen »

 

Debatte um Ausbau der Kinderbetreuung in NRW

Kitas sind zum Wohl der Kinder da


©Dr. Stephan Barth / PIXELIO

©Dr. Stephan Barth / PIXELIO

Anekdote aus dem Alltag einer Kindertagesstätte irgendwo in NRW: Kommt ein werdender Vater, dessen Frau im 6. Monat schwanger ist, in die Kita. Er wolle schon mal sein Kind für einen Platz in der U-3-Gruppe anmelden.

Antwortet die Leiterin mit hochgezogen Brauen: Versprechen könne sie nichts, die Familie komme auf die lange Warteliste. Er hätte sich viel früher melden müssen. Der Mann fragt zurück: „Wann? Etwa kurz nach der Befruchtung?“ Weiterlesen »

 

Diskussion um die Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

Restzeiten-Betreuung ist keine Tagespflege


Leider passiert es immer wieder: Erwachsene begründen die Befriedigung eigener Bedürfnisse mit dem Wohl der Kinder. Diesmal geht es um das umstrittene Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz). Zur Zeit diskutieren in Nordrhein-Westfalen verschiedene Verbände – darunter der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW (DKSB LV NRW) die Revision des KiBiz – auch bei der Kindertagespflege. Nach derzeit gültiger Rechtslage dürfen bis zu acht Kinder in einer Pflegestelle betreut werden. Von diesen sollen nur fünf gleichzeitig anwesend sein. Ob diese Vorgabe tatsächlich eingehalten wird, ist zweifelhaft. Daher ist zu begrüßen, dass es zukünftig bei fünf Kinder bleiben soll. Aus dem „Forum Förderung von Kindern“ werden dagegen Stimmen laut, es bei der alten Regelung zu lassen. Weiterlesen »

 

Chancengleichheit fängt im Kindergarten an

Kinderbildungsgesetz vor “Totalrevision”


In Ihrer Koalitionsvereinbarung haben SPD und GRÜNE  versprochen, das sog. Kinderbildungsgesetz (KiBiz)  einer „Totalrevision“  zu unterziehen. Ein schwieriges Unterfangen für eine Minderheitsregierung. Welche Erwartungen verbergen sich hinter dem Begriff „Totalrevision“?

Für die einen mag es schon genügen, wenn es mehr Plätze für Kinder unter drei Jahre (“U3″) und alle rechtsanspruchsberechtigten Kinder ab 3 Jahren gibt und dafür die Pro-Kopf-Pauschalen bedarfsgerecht angepasst werden.

Für den DKSB reicht das bei weitem nicht aus. Weiterlesen »