Beiträge mit dem Tag "Paritätischer Wohlfahrtsverband"

Diskussion um die Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

Restzeiten-Betreuung ist keine Tagespflege


Leider passiert es immer wieder: Erwachsene begründen die Befriedigung eigener Bedürfnisse mit dem Wohl der Kinder. Diesmal geht es um das umstrittene Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz). Zur Zeit diskutieren in Nordrhein-Westfalen verschiedene Verbände – darunter der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW (DKSB LV NRW) die Revision des KiBiz – auch bei der Kindertagespflege. Nach derzeit gültiger Rechtslage dürfen bis zu acht Kinder in einer Pflegestelle betreut werden. Von diesen sollen nur fünf gleichzeitig anwesend sein. Ob diese Vorgabe tatsächlich eingehalten wird, ist zweifelhaft. Daher ist zu begrüßen, dass es zukünftig bei fünf Kinder bleiben soll. Aus dem „Forum Förderung von Kindern“ werden dagegen Stimmen laut, es bei der alten Regelung zu lassen. Weiterlesen »

 

Sofortprogramm gegen Kinderarmut

Die neue Landesregierung in die Pflicht nehmen


Foto: Jens Weber, pixelio.de

Die “Memorandum-Gruppe gegen Kinderarmut”, zu der DKSB, AWO, Paritätischer Wohlfahrtsverband, DGB NRW und GEW NRW gehören, wird auch die neue Landesregierung nicht in Ruhe lassen. Sie muss die Folgen der immer noch erschreckend hohen Kinderarmut in NRW konsequent bekämpfen.

Im Herbst wird die Gruppe ein Sofortprogramm vorlegen. Es geht dabei nicht nur um NRW. Was das Land nicht aus eigener Kraft verändern kann, muss es durch Druck über den Bundesrat auf Bundesebene anpacken. Dazu gehören eine adäquate Finanzausstattung der Kommunen und die Verhinderung einer weiteren finanziellen Aushungerung der Hartz-IV-Familien, z. B. durch Wegfall des Elterngeldes, Kürzung der Kinderzuschläge und geringere Übernahme von Wohnungskosten.

Für NRW geht es konkret um acht Handlungsfelder:

  • kostenfreier Zugang zu den Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung
  • gemeinsames Lernen von der ersten bis zur letzten Klasse
  • bedarfsgerechter Einsatz von Familienhebammen für eine verlässliche Betreuung und Begleitung von Problemfamilien
  • Rechtsanspruch auf Familienbildung von Anfang an
  • auskömmliche Finanzausstattung von Familienzentren bei Ausweitung des Angebots
  • gezielte Ansprache von armen Familien, damit sie ab dem 6. Monat das Angebot der Kindertageseinrichtungen nutzen
  • Weiterentwicklung der offenen Ganztagsschule als Instrument der Armutsprävention
  • Kinder- und Jugendhilfe mit den Leistungen der Gesundheitshilfe verknüpfen.

Kinderarmut darf die in Kindern schlummernden Potentiale nichtvernichten. Fitte Kinder braucht das Land! Mehr dazu hier:

http://www.kinder-verdienen-mehr.de/

 

Internet-Tipp zur Selbsthilfe

Kennen Sie schon das „Selbsthilfenetz“?


Viele kennen es bereits, aber da es so gut ist, möchten wir auf diese sehr hilfreiche Internet-Plattform des Paritätischen Wohlfahrtverbandes NRW ausdrücklich hinweisen: Unter http://www.selbsthilfenetz.de findet sich Internet-Portal mit hunderten Selbsthilfegruppen in ganz NRW  – von “A wie Angststörungen” über “M wie Migration”, von “P wie Pflegeeltern” bis “Z wie Zuckerkrankheit”. 

Auch Themen wie chronische Erkrankungen, psychische und soziale Probleme, Behinderungen, Suchterkrankungen, Pflegebedürftigkeit, Familie und Partnerschaft, Arbeitslosigkeit kommen vor – und bieten gute Gelegenheiten familiäre Ressourcen zu stärken. Dezentrale Selbsthilfekontaktstellen koordinieren das umfangreiche und leicht zugängliche Angebot. An diese sollten sich auch die Orts- und Kreisverbände wenden, die ihre eigenen Angebote einstellen wollen.