Beiträge mit dem Tag "Taschengeld"

Kinder bekommen so viel Taschengeld wie nie zuvor

Eigene Euros müssen sein


© Klaus-Uwe Gerhardt/PIXELIO

Kinder haben ein Recht auf Taschengeld! Das ist zwar keine juristische Regel, aber eine moralische, finde ich. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich von einem aktuellen Umfrage-Ergebnis gehört habe. In nur sechs Prozent der befragten Familien gibt es kein Taschengeld. Und: Die Kinder heute bekommen mehr Taschengeld als je zuvor. Im Durchschnitt sind das bei den Sechs- bis 13-jährigen monatlich etwa 27 Euro.

Mit diesem Geld lernen die Jungen und Mädchen, was sie als Erwachsene dringend brauchen: ihre Finanzen realistisch einschätzen, auf große Wünsche zu sparen – und sich zu freuen, wenn sie es sich endlich leisten können. Sie können sich auch das kaufen, was ihre Eltern für „nicht sinnvoll“ halten: Sammelbilder aller Art zum Beispiel, das vierte rosa Spielpony oder den Bildband über Monster-Trucks. Taschengeld macht Kinder im gewissen Maße unabhängig von ihren Eltern – und das ist gut so.

Aber sie müssen sich darauf verlassen können, dass sie es regelmäßig gezahlt bekommen und nicht darum bitten und betteln müssen. Kinder brauchen klare Vereinbarungen, wann ihnen ihre Mutter oder ihr Vater das Geld ausbezahlen – und zwar ungefragt. Wenn die Euros dann ausgegeben sind, müssen die Kinder bis zum nächsten „Zahltag“ warten, finde ich. Natürlich können Mama, Papa, Oma oder Opa ihnen hin und wieder mal aus der Patsche helfen und ihnen etwas Geld geben. Aber das sollte die Ausnahme bleiben. Denn sonst verfehlt das Taschengeld seinen Sinn.

 

Besserer Schutz von Kindern in öffentlichen Einrichtungen

Kontrolle ist gut – Beteiligung ist besser!


Kinder haben Rechte – auch in stationären Einrichtungen, Foto: DKSB/Susanne Tessa Müller

Erziehung in öffentlichen Einrichtungen ist ins Gerede geraten – zurecht. Auch wenn die meisten Akte von Gewalt gegen Kinder (sowohl körperliche als auch sexuelle) im Privaten, in Familien, stattfinden, sind auch die sozialen Institutionen in die Kritik geraten. Auslöser waren vor allem die Berichte ehemaliger Heimkinder, die in den 1945 bis 1970er Jahren in Erziehungsheimen lebten. Welche Schlußfolgerungen können für besseren Schutz von Kindern in dieser Lebenslage gezogen werden?

Ende 2010 hat der „Runde Tisch Heimerziehung“ seinen Abschlußbericht vorgelegt und bestätigte damit das Leid und Unrecht, unter dem viele Kinder und Jugendliche leiden mussten. Weiterlesen »

 

"Ohne Moos nix los" - auch im Kinderzimmer

Kein Recht auf Taschengeld?


Spätestens mit der Einschulung kommt auf alle Eltern die Frage nach dem Taschengeld zu. Auch wenn es keine gesetzliche Verpflichtung gibt: Nach Ansicht des DKSB sollten Eltern ihren Kindern durch ein angemessenes Taschengeld ermöglichen, selbständig auch mit Geld umgehen zu lernen.

Beginnen kann man schon im letzten Kindergartenjahr, sollte es aber unbedingt ab Schuleintritt. Über die angemessene Höhe informieren Tabellen, die man unter dem Stichwort „Taschengeldtabelle“ im Internet abrufen oder bei den örtlichen Jugendämtern bekommen kann. Für 6-Jährige beispielsweise wird € 1 pro Woche empfohlen, für 10-Jährige 12  bis 14 € pro Monat.

Ganz wichtig: Taschengeld ist zur freien Verfügung für die Kinder da, sie können damit kaufen was sie wollen – natürlich altersgemäß – und sollten es von Anfang an selbst verwalten. Das heißt natürlich auch, wenn es am ersten Tag ausgegeben ist, herrscht für den Rest der Woche/des Monats eben Ebbe im Portemonnaie! Weiterlesen »